Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser

Wir sparen Wasser beim Duschen, Kochen oder Waschen. Aber ist das auch genug?

Letzte Woche war Weltwassertag und in unserem Beitrag dazu haben wir bereits kurz darüber berichtet, was es mit dem Tag des Wassers auf sich hat und wie auch wir alle dazu beitragen können, Wasser zu sparen. Dennoch verbrauchen wir jeden Tag mehr Wasser als wir denken, denn mit jedem Produkt, das wir kaufen, hinterlassen wir einen für uns unsichtbaren Fußabdruck aus Wasser.

Unser täglicher Wasserverbrauch

120 Liter Wasser verbrauchen wir jeden Tag. Das klingt viel, wenn man bedenkt, dass man hier den täglichen Verbrauch einer einzelnen Person berechnet hat. Schauen wir uns unseren Tagesablauf einmal an, kommt da einiges zusammen, wobei wir Wasser benötigen. Wasser gehört zu unserem täglichen Leben dazu. Wir duschen, kochen, waschen und nicht zu vergessen - wir trinken. Nehmen wir unseren Wasserverbrauch aber einmal etwas genauer unter die Lupe, steigt die Zahl ganz schnell in schwindelerregende Höhen – nämlich durch den „virtuellen Wasserverbrauch“.

Virtuelles Wasser – was ist das überhaupt?

Virtuelles Wasser steckt in so vielen Gütern, selbst da, wo wir es eigentlich nicht sehen und auch gar nicht vermuten. Und zwar in unsere Kleidung, unseren Lebensmitteln und unseren Getränken. Der Begriff bezeichnet jenes Wasser, das für die Herstellung von unterschiedlichen Produkten benötigt wird. Z.B. die künstliche und natürliche Bewässerung in der Landwirtschaft, Trinkwasser für die Nutztiere und der Wasserverbrauch bei der industriellen Produktion von Waren und deren Reinigung. So gesehen, verbrauchen wir durchschnittlich verbrauchen täglich ganze 4000 Liter virtuelles Wasser.

Hier ein paar Beispiele, wie viele Liter virtuelles Wasser bei der Herstellung von Produkten benötigt werden:

- 700 Liter Wasser für 1 Kilogramm Äpfel

- 1.300 Liter Wasser für 1 Kilogramm Weizen

- 1.000 Liter Wasser für 1 Kilogramm Avocados

- 1.000 Liter Wasser für 1 Liter Milch verbraucht

- 2.000 Liter Wasser für 1 Kilogramm Papier

- 3.400 Liter Wasser für 1 Kilogramm Reis

- 4.800 Liter Wasser für 1 Kilogramm Schweinefleisch

- 5.000 Liter Wasser für 1 Kilogramm Käse

- 11.000 Liter Wasser für 1 Baumwolljeans

- 15.455 Liter Wasser für 1 Kilogramm Rindfleisch

 

Und was können wir tun?

Klar, wir können nicht direkt den Produktionsprozess verändern. Aber wir können uns ganz einfach darüber informieren, woher unsere Produkte stammen, wie viel wir davon essen oder ob wir sie überhaupt kaufen. Brauchen wir die 5. 6. 7. Jeans in unserem Schrank oder können wir sie nicht auch gebraucht kaufen? :-)

 

 

Quellen: 

https://www.br.de/nachrichten/unser-virtueller-wasserverbrauch-100.html

https://www.haushaltstipps.net/wasser-sparen-13-tipps/

https://utopia.de/ratgeber/wasser-sparen-im-haushalt/

https://www.zdf.de/virtuelles-wasser-102.html